Allgemeine Geschäftsbedingungen
§ 1 Geltungsbereich und Anbieter
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge, die über worksbydd.com angebahnt oder abgeschlossen werden, und zwar für
- Bestellungen im Online-Shop (Teil A) und
- Reinigungs-, Reparatur- und Restaurationsarbeiten an Schuhen des Kunden (Repair-Service) sowie Arbeiten an Trikots des Kunden (Trikot-Service), jeweils Teil B.
Teil C gilt für beide Bereiche. Anbieter und Vertragspartner ist:
Dennis Finch Depken
Albrechtstraße 7
12165 Berlin
Deutschland
E-Mail: contact@worksbydd.com
Abweichende Bedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, ihrer Geltung wird ausdrücklich in Textform zugestimmt.
Verbraucher im Sinne dieser AGB ist jede natürliche Person, die ein Rechtsgeschäft zu Zwecken abschließt, die überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können (§ 13 BGB). Unternehmer ist eine natürliche oder juristische Person oder eine rechtsfähige Personengesellschaft, die bei Abschluss des Rechtsgeschäfts in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handelt (§ 14 BGB).
Teil A — Kauf im Online-Shop
§ 2 Vertragsgegenstand
Gegenstand des Vertrags ist der Verkauf von handgefertigten Schuhen sowie von Textilien. Sämtliche Artikel werden vom Anbieter selbst gestaltet und in den im Shop dargestellten Ausführungen angeboten.
Die Schuhe werden vorab gefertigt und ab Lager versandt. Textilien werden nach Eingang der Bestellung mit einem der im Shop vorgegebenen Designs bedruckt. Der Kunde wählt dabei ausschließlich aus dem angebotenen Sortiment sowie zwischen Größen und Varianten; eine Anfertigung nach individuellen Vorgaben des Kunden findet nicht statt.
Die Schuhe werden von Hand gefertigt. Farbton, Struktur und Verarbeitung können daher innerhalb des handwerklich Üblichen von den Produktabbildungen abweichen; es handelt sich nicht um industriell gefertigte Serienware. Produktabbildungen können zudem je nach Bildschirmeinstellung und Kalibrierung farblich abweichen. Die gesetzlichen Mängelrechte bleiben hiervon unberührt.
§ 3 Vertragsschluss
Die Darstellung der Produkte im Online-Shop stellt kein rechtlich bindendes Angebot dar, sondern eine unverbindliche Aufforderung zur Bestellung.
Durch Anklicken des Bestellbuttons gibt der Kunde ein verbindliches Angebot zum Kauf der im Warenkorb enthaltenen Waren ab. Vor dem Absenden der Bestellung können die Eingaben in der Bestellübersicht jederzeit geprüft und über die Korrekturfunktionen des Browsers und des Warenkorbs geändert werden.
Der Zugang der Bestellung wird unverzüglich per E-Mail bestätigt. Diese Eingangsbestätigung stellt noch keine Annahme des Angebots dar. Der Kaufvertrag kommt zustande, sobald die Bestellung ausdrücklich in Textform angenommen wird oder die Ware versandt und dies dem Kunden mitgeteilt wird — spätestens jedoch mit Zugang der Ware.
§ 4 Vertragstext und Vertragssprache
Der Vertragstext wird gespeichert und dem Kunden zusammen mit diesen AGB per E-Mail übersandt. Eine darüber hinausgehende Zugänglichmachung durch den Anbieter erfolgt nicht. Der Vertrag wird ausschließlich in deutscher Sprache geschlossen.
§ 5 Preise und Versandkosten
Alle angegebenen Preise sind Gesamtpreise und enthalten sämtliche Preisbestandteile einschließlich aller Steuern. Gemäß § 19 Abs. 1 UStG (Kleinunternehmerregelung) wird keine Umsatzsteuer ausgewiesen.
Zusätzlich zum Warenpreis fallen Versandkosten an:
Versand mit Deutsche Post: 5,99 €
Versand mit DHL Paket: 6,19 €
Die Versandkosten werden vor Absenden der Bestellung gesondert ausgewiesen.
§ 6 Zahlung
Die Zahlung erfolgt per Kredit- oder Debitkarte über den Zahlungsdienstleister Stripe (Stripe Payments Europe Limited, Dublin, Irland). Je nach Endgerät und Browser stehen zusätzlich Apple Pay und Google Pay zur Verfügung, die ebenfalls über Stripe abgewickelt werden.
Alternativ kann per PayPal gezahlt werden. Die Abwicklung erfolgt über die PayPal (Europe) S.à r.l. et Cie, S.C.A., 22-24 Boulevard Royal, L-2449 Luxemburg. Es gelten ergänzend die Nutzungsbedingungen von PayPal. Welche Zahlungsarten im Einzelfall zur Verfügung stehen, wird vor Abgabe der Bestellung im Bestellvorgang angezeigt.
Über PayPal können zusätzlich Zahlungsarten mit aufgeschobener Zahlung angeboten werden („Später bezahlen", Rechnungskauf bzw. Ratenzahlung). Bei Auswahl einer solchen Zahlungsart führt PayPal eine Identitäts- und Bonitätsprüfung durch und entscheidet eigenständig über die Verfügbarkeit; ein Anspruch auf eine bestimmte Zahlungsart besteht nicht. Wird die Zahlungsart abgelehnt, stehen die übrigen angebotenen Zahlungsarten zur Verfügung. Näheres zur Bonitätsprüfung regelt die Datenschutzerklärung.
Bei Auswahl einer Zahlungsart mit aufgeschobener Zahlung tritt der Anbieter seine Kaufpreisforderung an PayPal ab. Der Kunde kann in diesem Fall nur an PayPal mit schuldbefreiender Wirkung leisten; es gelten insoweit die Zahlungsbedingungen von PayPal.
Der Kaufpreis ist ohne Abzug mit Abgabe der Bestellung zur Zahlung fällig. Die Zahlung erfolgt damit regelmäßig bereits vor Vertragsschluss im Sinne des § 3. Kommt der Vertrag nicht zustande, wird ein bereits gezahlter Betrag unverzüglich und vollständig erstattet. Wurde eine Zahlungsart mit aufgeschobener Zahlung gewählt, richtet sich die Fälligkeit nach den Bedingungen des Zahlungsdienstleisters.
Die Bearbeitung der Bestellung beginnt nach Zahlungseingang, bei Zahlungsarten mit aufgeschobener Zahlung nach Zahlungsfreigabe durch den Zahlungsdienstleister.
Zahlungsdaten werden ausschließlich beim Zahlungsdienstleister verarbeitet und nicht durch den Anbieter gespeichert. Näheres regelt die Datenschutzerklärung.
§ 7 Lieferung und Lieferzeit
Der Versand erfolgt ausschließlich innerhalb Deutschlands.
Handgefertigte Schuhe werden vorab gefertigt und ab Lager versandt. Die Lieferzeit beträgt 2–5 Werktage ab Zahlungseingang bzw. ab Zahlungsfreigabe durch den Zahlungsdienstleister.
Textilien werden nach Bestelleingang bedruckt. Die Lieferzeit beträgt hier 5–12 Werktage ab Zahlungseingang bzw. ab Zahlungsfreigabe durch den Zahlungsdienstleister; diese Zeitspanne umfasst sowohl die Bedruckung als auch den anschließenden Versand.
Abweichende Lieferzeiten werden in der jeweiligen Produktbeschreibung angegeben.
Ist die bestellte Ware nicht lieferbar, weil ein benötigtes Ausgangsprodukt trotz eines mit einem zuverlässigen Zulieferer abgeschlossenen deckungsgleichen Beschaffungsgeschäfts nicht geliefert wird und der Anbieter dies nicht zu vertreten hat, wird der Kunde unverzüglich informiert. In diesem Fall besteht ein Rücktrittsrecht; bereits geleistete Zahlungen werden unverzüglich erstattet. Weitergehende gesetzliche Ansprüche des Kunden bleiben unberührt.
Bei Verbrauchern geht die Gefahr des zufälligen Untergangs und der zufälligen Verschlechterung der verkauften Ware erst mit Übergabe der Ware über. Bei Unternehmern geht die Gefahr mit Übergabe an das Versandunternehmen über.
§ 8 Eigentumsvorbehalt
Die gelieferte Ware bleibt bis zur vollständigen Bezahlung Eigentum des Anbieters.
§ 9 Widerrufsrecht
Verbrauchern steht ein gesetzliches Widerrufsrecht von vierzehn Tagen zu. Dies gilt für alle im Shop angebotenen Artikel — sowohl für die handgefertigten Schuhe als auch für die Textilien.
Ein Ausschluss des Widerrufsrechts nach § 312g Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 BGB wird nicht geltend gemacht. Die angebotenen Artikel werden nach vorgegebenen Gestaltungen des Anbieters gefertigt; der Kunde wählt lediglich aus dem Sortiment sowie zwischen Größen und Varianten. Eine Anfertigung nach Kundenspezifikation im Sinne der Vorschrift liegt daher nicht vor — auch dann nicht, wenn Textilien erst nach Bestelleingang bedruckt werden.
Die vollständige Widerrufsbelehrung und das Muster-Widerrufsformular sowie Informationen zu Versand und Lieferzeiten finden sich unter Versand & Widerruf. Die Widerrufsbelehrung und das Muster-Widerrufsformular werden dem Kunden zusätzlich spätestens mit der Bestellbestätigung in Textform übermittelt. Bestellungen im Online-Shop können außerdem jederzeit online über die auf jeder Seite verlinkte Funktion „Vertrag widerrufen“ widerrufen werden.
§ 10 Mängelhaftung
Es gilt das gesetzliche Mängelhaftungsrecht. Die Verjährungsfrist für Mängelansprüche beträgt gegenüber Verbrauchern zwei Jahre ab Ablieferung der Ware.
Die in § 2 beschriebenen fertigungsbedingten Abweichungen handgefertigter Ware gehören zur vertraglich geschuldeten Beschaffenheit. Für Verschlechterungen, die erst nach Gefahrübergang durch übliche Abnutzung, unsachgemäße Behandlung, Reinigung oder Pflege entstehen, wird nicht gehaftet. Die gesetzliche Beweislastverteilung, insbesondere die Beweislastumkehr des § 477 BGB zugunsten von Verbrauchern, bleibt hiervon unberührt.
Mängel sollen unter Angabe der Bestellnummer per E-Mail an contact@worksbydd.com gemeldet werden. Eine Meldung ist keine Voraussetzung für die Geltendmachung gesetzlicher Ansprüche, hilft aber bei der schnellen Bearbeitung.
Teil B — Repair- und Trikot-Service
§ 11 Leistungen
Der Anbieter reinigt, repariert und restauriert Schuhe, die der Kunde ihm überlässt — insbesondere durch Austausch der Sohle (Resole), Reinigung (Clean) und umfassende Restauration (Full Restoration) sowie durch die auf der Seite Repair genannten Zusatzleistungen. Der genaue Leistungsumfang ergibt sich aus dem Angebot nach § 12.
Der Anbieter entfernt, ersetzt oder ergänzt außerdem Sponsoraufdrucke, Namen und Nummern auf Fußball- und anderen Sporttrikots, die der Kunde ihm überlässt (Trikot-Service, Seite Trikot-Service). Für den Trikot-Service gelten die Bestimmungen dieses Teils B entsprechend; was dort für Schuhe geregelt ist, gilt für Trikots. Feste Ab-Preise gibt es beim Trikot-Service nicht, der Preis ergibt sich allein aus dem Angebot nach § 12.
Der Vertrag ist ein Werkvertrag im Sinne der §§ 631 ff. BGB.
Der Anbieter ist ein unabhängiger Handwerksbetrieb und kein autorisierter Reparaturservice eines Herstellers. Verwendet werden keine Originalteile des jeweiligen Herstellers, sondern Ersatzsohlen und Materialien aus dem Sortiment des Anbieters. Ob die Arbeiten Garantie- oder Kulanzansprüche gegenüber dem Hersteller berühren, richtet sich nach dessen Bedingungen.
Die Arbeiten erfolgen von Hand. Farbton, Struktur und Oberfläche von Ersatzsohlen und Materialien können innerhalb des handwerklich Üblichen von den Abbildungen abweichen. Die gesetzlichen Mängelrechte bleiben hiervon unberührt.
§ 12 Anfrage, Angebot und Vertragsschluss
Die Preise auf der Seite Repair sind Ab-Preise und kein bindendes Angebot. Eine Anfrage über das Anfrageformular oder per E-Mail ist für den Kunden kostenlos und unverbindlich.
Auf Grundlage der Angaben und Fotos erstellt der Anbieter ein individuelles Angebot und schickt es per E-Mail. Das Angebot nennt den Leistungsumfang, den Gesamtpreis als Festpreis einschließlich etwaiger Rückversandkosten, die Art der Übergabe sowie den voraussichtlichen Fertigstellungstermin. An das Angebot ist der Anbieter 14 Tage gebunden.
Der Vertrag kommt zustande, wenn der Kunde das Angebot innerhalb dieser Frist per E-Mail annimmt. Der Anbieter bestätigt den Vertragsschluss unverzüglich per E-Mail (Auftragsbestätigung) und übermittelt dabei den Vertragsinhalt, diese AGB sowie die Widerrufsbelehrung mit Muster-Widerrufsformular in Textform.
Angebot, Annahme und Auftragsbestätigung liegen dem Kunden per E-Mail vor und werden vom Anbieter gespeichert. Vertragssprache ist Deutsch; auf Wunsch erfolgt die Kommunikation auf Englisch.
§ 13 Preise, Mehraufwand und Abweichungen
Es gilt der im Angebot genannte Festpreis. Gemäß § 19 Abs. 1 UStG (Kleinunternehmerregelung) wird keine Umsatzsteuer ausgewiesen.
Zeigt sich beim Eingang der Schuhe oder während der Arbeiten, dass ihr Zustand wesentlich von den Angaben und Fotos abweicht oder dass zusätzliche Arbeiten nötig sind, informiert der Anbieter den Kunden, bevor er weiterarbeitet. Zusätzliche Arbeiten werden nur ausgeführt und berechnet, wenn der Kunde ihnen vorher in Textform zugestimmt hat.
Stimmt der Kunde nicht zu und lässt sich der Auftrag ohne die zusätzlichen Arbeiten nicht fachgerecht ausführen, können beide Seiten vom Vertrag zurücktreten. Bereits erbrachte Arbeiten werden dann nicht berechnet und der Kunde erhält seine Schuhe zurück. Die Kosten eines Rückversands trägt der Kunde nur, wenn seine Angaben oder Fotos den Zustand der Schuhe unzutreffend wiedergegeben haben; andernfalls trägt sie der Anbieter.
§ 14 Übergabe, Versand und Verwahrung
Die Schuhe werden nach Terminabsprache persönlich in Berlin übergeben und abgeholt (kostenlos) oder per Paket verschickt. Die Versandanschrift teilt der Anbieter nach Vertragsschluss mit.
Den Versand an den Anbieter organisiert und bezahlt der Kunde. Bis zum Eingang beim Anbieter trägt der Kunde das Versandrisiko. Empfohlen wird ein Versand mit Sendungsverfolgung und, bei höherwertigen Schuhen, mit einer Transportversicherung in Höhe ihres Werts.
Der Anbieter bestätigt den Eingang und dokumentiert den Zustand der Schuhe mit Fotos. Er verwahrt die Schuhe sorgfältig, solange sie sich bei ihm befinden.
Der Rückversand erfolgt innerhalb Deutschlands mit DHL Paket mit Sendungsverfolgung zu den im Angebot genannten Kosten. Die Haftung des Versanddienstleisters ist dabei auf 500 € je Paket begrenzt. Für Schuhe mit höherem Wert schließt der Anbieter auf Wunsch des Kunden eine zusätzliche Transportversicherung ab; der Aufpreis wird im Angebot genannt. Versand in andere Länder der EU nach Absprache.
§ 15 Durchführung und Zustand gebrauchter Schuhe
Der Anbieter führt die Arbeiten fachgerecht nach den Regeln des Schuhmacherhandwerks aus. Zeichnet sich ab, dass der voraussichtliche Fertigstellungstermin nicht eingehalten werden kann, informiert er den Kunden unverzüglich.
Gebrauchte Schuhe können durch Alter, Abnutzung oder frühere Reparaturen vorgeschädigt sein, etwa durch brüchiges Leder, dünnes oder poröses Obermaterial oder gealterten Klebstoff. Erkennbare besondere Risiken benennt der Anbieter im Angebot oder spätestens vor Beginn der betroffenen Arbeiten. Verwirklicht sich ein Risiko, auf das der Anbieter vorher in Textform hingewiesen hat, und hat der Kunde die Ausführung dennoch gewünscht, haftet der Anbieter dafür nicht, es sei denn, der Schaden beruht auf einer nicht fachgerechten Ausführung.
Beim Trikot-Service hängt das Ergebnis vom Material und von der Art des bisherigen Aufdrucks ab (Druck, Flock, Stickerei, Alter des Stoffs). Nach dem Entfernen können Schatten, Kleberreste, Glanzstellen oder Veränderungen der Stoffstruktur sichtbar bleiben. Erkennbare Risiken benennt der Anbieter im Angebot; Absatz 2 gilt entsprechend. Neu angebrachte Namen, Nummern oder Sponsoraufdrucke entsprechen in Schriftart, Farbe und Material nicht zwingend dem Original; die Ausführung ergibt sich aus dem Angebot.
Bei Reinigungsleistungen schuldet der Anbieter eine fachgerechte Reinigung. Gebrauchsspuren, Verfärbungen und Alterserscheinungen, die sich durch eine fachgerechte Reinigung nicht entfernen lassen, sind kein Mangel. Ein neuwertiger Zustand ist nur geschuldet, wenn er ausdrücklich vereinbart wurde.
Der Anbieter darf die Schuhe vor, während und nach den Arbeiten fotografieren, um den Auftrag zu dokumentieren und dem Kunden Zwischenstände zu schicken. Veröffentlicht werden diese Fotos, etwa auf der Website oder in sozialen Medien, nur mit Einverständnis des Kunden.
§ 16 Fertigstellung, Zahlung und Rückgabe
Nach Fertigstellung informiert der Anbieter den Kunden per E-Mail, in der Regel mit Fotos.
Bei Abholung ist der Preis bei Übergabe der Schuhe zu zahlen. Bei Rückversand ist er vor dem Versand zu zahlen; der Anbieter verschickt die Schuhe nach Zahlungseingang. Gezahlt werden kann per Überweisung oder PayPal, bei Abholung in Berlin auch bar. Die Mängelrechte des Kunden bleiben unberührt.
Bis zur vollständigen Zahlung steht dem Anbieter an den Schuhen ein Zurückbehaltungsrecht sowie das gesetzliche Pfandrecht nach § 647 BGB zu.
Die Abnahme erfolgt in der Regel bei Abholung bzw. nach Erhalt der Rücksendung. Der Kunde sollte die Schuhe dann prüfen und erkennbare Mängel möglichst zeitnah melden; eine Meldung ist keine Voraussetzung für die Geltendmachung gesetzlicher Ansprüche.
§ 17 Nicht abgeholte Schuhe
Holt der Kunde die Schuhe nicht innerhalb von vier Wochen nach der Fertigstellungsmitteilung ab oder kann der Rückversand mangels Zahlung nicht erfolgen, erinnert der Anbieter ihn per E-Mail und setzt eine weitere Frist von zwei Wochen.
Nach Ablauf dieser Frist kann der Anbieter für die weitere Aufbewahrung eine Pauschale von 2 € je angefangene Woche verlangen. Dem Kunden bleibt der Nachweis vorbehalten, dass kein oder ein wesentlich geringerer Aufwand entstanden ist. Die gesetzlichen Rechte des Anbieters, insbesondere bei Annahmeverzug und aus dem Pfandrecht nach § 647 BGB, bleiben unberührt.
Dies gilt entsprechend, wenn der Vertrag vorzeitig endet und der Kunde persönlich übergebene Schuhe nicht abholt.
§ 18 Ausgebaute Teile
Ausgebaute Sohlen und ausgetauschte Teile erhält der Kunde auf Wunsch mit den Schuhen zurück. Der Wunsch ist spätestens bei Annahme des Angebots mitzuteilen. Andernfalls ist der Kunde damit einverstanden, dass der Anbieter die Teile entsorgt.
§ 19 Widerrufsrecht beim Repair- und Trikot-Service
Wird der Vertrag ausschließlich über Fernkommunikationsmittel geschlossen, etwa per E-Mail, steht Verbrauchern ein gesetzliches Widerrufsrecht von vierzehn Tagen ab Vertragsschluss zu. Die Widerrufsbelehrung findet sich unter Versand & Widerruf im Abschnitt Repair- und Trikot-Service und wird mit der Auftragsbestätigung in Textform übermittelt. Der Widerruf kann per E-Mail oder Brief erklärt werden. Die Online-Funktion „Vertrag widerrufen“ ist für Bestellungen im Online-Shop eingerichtet.
Besteht ein Widerrufsrecht, beginnt der Anbieter mit den Arbeiten erst nach Ablauf der Widerrufsfrist, es sei denn, der Kunde verlangt ausdrücklich einen früheren Beginn. In diesem Fall hat der Kunde bei einem Widerruf für die bis dahin erbrachten Leistungen Wertersatz zu leisten (§ 357a Abs. 2 BGB). Das Widerrufsrecht erlischt, wenn der Anbieter die Leistung vollständig erbracht hat und der Kunde vor Beginn der Arbeiten ausdrücklich zugestimmt und bestätigt hat, dass er weiß, dass er sein Widerrufsrecht bei vollständiger Vertragserfüllung verliert (§ 356 Abs. 4 BGB).
Nach einem Widerruf erhält der Kunde seine Schuhe bzw. sein Trikot zurück. Die Kosten eines Rückversands trägt in diesem Fall der Anbieter.
§ 20 Mängelhaftung beim Repair- und Trikot-Service
Es gelten die gesetzlichen Mängelrechte (§§ 634 ff. BGB). Ansprüche wegen Mängeln verjähren in zwei Jahren ab Abnahme.
Normaler Verschleiß der neuen Sohle, neuer Aufdrucke und der bearbeiteten Teile durch Tragen und Waschen ist kein Mangel. Für vorgeschädigte Schuhe und Trikots sowie für Reinigungsleistungen gilt ergänzend § 15.
Mängel sollen unter Angabe der Auftragsnummer per E-Mail an contact@worksbydd.com gemeldet werden. Eine Meldung ist keine Voraussetzung für die Geltendmachung gesetzlicher Ansprüche, hilft aber bei der schnellen Bearbeitung.
Teil C — Gemeinsame Bestimmungen
§ 21 Haftung
Für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie für Schäden aus vorsätzlicher oder grob fahrlässiger Pflichtverletzung wird unbeschränkt gehaftet. Gleiches gilt für Ansprüche nach dem Produkthaftungsgesetz sowie bei arglistig verschwiegenen Mängeln oder Übernahme einer Garantie.
Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten — also solcher Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Vertragspartner regelmäßig vertrauen darf — ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt.
Im Übrigen ist die Haftung ausgeschlossen.
§ 22 Streitbeilegung
Zur Teilnahme an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle ist der Anbieter nicht verpflichtet und nicht bereit.
§ 23 Schlussbestimmungen
Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Gegenüber Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur insoweit, als dadurch nicht der Schutz zwingender Vorschriften des Rechts des Staates entzogen wird, in dem der Verbraucher seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat.
Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist Berlin ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertragsverhältnis.
Sollte eine Bestimmung dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen davon unberührt.
Stand: November 2026